Streng genommen sind Korrosion und Verschleiß zwei völlig unterschiedliche Phänomene. Voraussetzung für Verschleiß ist das Vorhandensein von Krafteinwirkung und Relativbewegung. Korrosion ist lediglich eine chemische Reaktion. Selbst wenn sich die Schnecke nicht dreht, führt die Schmelze zu korrosiven Schäden an der Oberfläche der Schnecke. Verschiedene Bestandteile, die sich beim Erhitzen von Kunststoff zersetzen, wie Chlorid, Brom, Sulfid usw., korrodieren die Metalloberfläche und die dadurch entstehende lockere Struktur wird durch harte Partikel leicht abgetragen. Oder umgekehrt: Wenn eine weiche Masse korrodiert, tragen die hervorstehenden harten Partikel sehr leicht eine andere Oberfläche ab, wodurch die Verschleißrate beschleunigt wird. Korrosive Stoffe verhindern zudem die Bildung eines polierten Entsalzungsfilms, der ursprünglich der Verhinderung von Anhaftungen förderlich ist. Offensichtlich ist die Hauptursache für Schraubenschäden das Ergebnis der kombinierten Wirkung von Korrosion und Verschleiß.
Ob es zu Korrosion kommt, hängt von der chemischen Zusammensetzung der Schnecke und des Zylinders ab und hat nichts mit deren Härte zu tun. Natürlich sind Materialien mit hoher Härte und Korrosionsbeständigkeit (z. B. Schrauben aus Wolframlegierungen) ein gutes Schraubenmaterial, aber die Kosten dieser Materialien schränken häufig ihre Verwendung ein.
Eine Möglichkeit, Korrosion zu verhindern, besteht darin, die Oberfläche des Schneckenzylinders mit einer Schutzschicht zu versehen. So verhindert beispielsweise eine Hartverchromung der Schraube besonders effektiv die Korrosion von Chloriden. Der zu diesem Zeitpunkt entstehende Chromoxidfilm hat einen größeren Einfluss auf die Korrosion von Chloriden. Hoher Widerstand.
ENG 

